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Nur das Beste für Neukölln! - Vom Flicken zur Restaurierung - DER TÜV IST ABGELAUFEN

Mit Überschriften und Schlagzeilen wie diesen und mit großer Entschlusskraft machte sich unsere Kirchengemeinde im Frühjahr 2009 an das Vorhaben, die desolate Orgel in der Magdalenenkirche zu retten.

Wir zogen quasi alle Register und gönnten uns den Luxus, unsere Orgel zu restaurieren.

Nachdem zunächst der Zustand und die verschiedenen Optionen (Abriss und Neubau oder Restaurierung) sondiert wurden, begannen wir im Januar 2012 mit der Demontage der Orgel. Wieder verwendbare Pfeifen wurden sortiert und die übrigen für Spendenverkäufe / Basare / freigegeben.

Wir feierten – nun zunächst ohne Orgel - Benefiz-Veranstaltungen wie Hot-Jazz-Konzerte, Klingende Nächte, Führungen, die sowohl die ausgebaute Orgel zeigten, als auch Einblicke in das „Innere“, die Leere hinter dem Orgelprospekt ermöglichten – ein äußerst seltener Zustand damals!

Viele Musiker:innen und Ehrenamtliche aus dem Umfeld unserer Kirchengemeinde Rixdorf und ihrer Chöre zeigten mit ihrer Beteiligung ihre Wertschätzung angesichts des Mutes der Gemeinde, trotz vieler anderer drängender Probleme die Energie und die finanziellen Mittel für dieses aufwändige Projekt ORGEL aufzubringen, sich nicht mit kurzfristigen, billigen Lösungen zufrieden zu geben.

Kein anderes Instrument neben der Orgel hat diese räumlichen Ausmaße, einen so großen Tonumfang und so viele Klangfarben – daher der Kosename „Königin der Instrumente“. Das Erlebnis von Live-Orgelmusik im Kirch-Raum lässt eine Dimension erahnen, die unsere Alltagswahrnehmungen übersteigt. Dafür braucht es ein stimmiges Instrument.

            Unsere Orgel stammt aus dem Jahr 1879, dem Baujahr der Kirche. Sie ist von der damals bedeutendsten Orgelbauwerkstatt in Berlin, Firma Dinse, erbaut worden. Seitdem hatte sie mehrfach technische und klangliche Veränderungen erfahren – und dies nicht zu ihrem Besten. Zur Zeit der Entscheidungsfindung bestand das Instrument aus Bau-Schichten der Firmen Dinse (1879) – Sauer (1909) – Walcker (1962) und Stephan (1987).

Instrumente der Orgelbaufirmen Gebrüder Dinse und Sauer sind als schützenswertes Kulturerbe zu bewerten. Hinzu kommt, dass diese Orgel in einem denkmalgeschützten Raum steht. Die ockerfarbene Ausmalung des Kirchenschiffs entspricht der ursprünglichen Farbgebung von 1879 und bildet mit dem Orgelprospekt der Gebrüder Dinse eine Einheit!

Wir entschieden uns für eine Restaurierung im Geiste der Bauschichten 1879 und 1909.

Den Auftrag bekamen die zwei renommierten und mit Instrumenten aus dieser Zeit gut vertrauten Orgelbaufirmen Christian Scheffler und Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt.

Bei den anstehenden Restaurierungsarbeiten galt es, wertvolle vorhandene Substanz zu erhalten und zu schützen, stilfremde Veränderungen zu entfernen und fehlende Teile zu rekonstruieren.

Nachdem im Herbst 2011 die Stiftung Deutsche Klassenlotterie ihre Hilfe zusicherte, konnten im Januar 2012 die Arbeiten im Umfang von 275.000 € beginnen.

Zur Einweihung im Dezember 2012 betrug das Defizit noch 101.075,00 Euro. Inzwischen ist dieses auf 24.037,00 Euro gesunken.  Dank vieler Spenden und Übernahme von Patenschaften wagen wir es, uns als Ziel zu setzen, im Dezember kommenden Jahres das 10jährige Jubiläum schuldenfrei zu begehen.

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